Objekte

Mosaikobjekte

Das Reizvolle an Mosaik ist das Spiel der Reflexionen seiner gebrochenen Oberflächen und seine Beständigkeit. Mosaiken sind uns noch aus der Antike erhalten und Keramik oder Glas gehören zu den Werkstoffen, die sowohl klimatischen, wie Umwelteinflüssen ziemlich robust widerstehen.

Räumlichkeit ist faszinierend. Objektkunst wirkt wie eine ins Dreidimensionale hinein manifestierte Idee, ein „verwunderliches Wunder“. Wir sind nur so an Dinglichkeit und Räumlichkeit im Alltag gewöhnt, dass uns das nicht mehr auffällt. Kunst ist die Ausnahme des Alltags – der Sonderraum, das Reservat oder Gehege für das Außergewöhnliche.

Eine Plastik erweitert unseren Alltagsraum um die vibrierende Dimension von Farbe und Struktur.

„Schau mich an“, sagt die Plastik, „umrunde mich, erkenne die Bezüglichkeiten, erspüre mit deinem Raum meinen Raum“ – und letztlich auch: „berühre mich!“ Was bei Bildern unerwünscht ist, gehört zum Charakter von Objekten, sie sprechen zusätzlich weitere Sinne an – den der räumlichen Wahrnehemung und den Tastsinn, ganz konkret.

Leider kann ich aktuell keine Objektkunst mehr anfertigen – es fehlt mir ein Atelier dafür.

„Venus“ 
Beton-Objekt mit Glasmosaik

„Kontrast“
Beton-Objekt mit Glasmosaik

Objektkissen

Objektkissen lassen sich in jede Umgebung integrieren. Ob einzeln, oder als Gruppe bieten sie sich als wetterfeste Sitzgelegenheit auf der Wiese oder im Außenbereich an. In kräftigen Farben werden sie zum Farbtupfer, der auch in der kahlen Jahreszeit jeder Umgebung einen Blickfang schenkt. Jedes Kissen ist ein Unikat. Neben lebhaften Designs entstanden auch schlichte, grafische Gestaltungen. Momentan sind alle Kissen verkauft.

„Blaue Stunde 1“
Beton mit Glasmosaik

„Blaue Stunde 2“
Beton mit Glasmosaik

„Mondlicht“
Beton / Glasmosaik mit Echtgoldeinlagen

Making Off

Einige Fotos vom „Making of“ zeigen, wie die Grundform einer Plastik entsteht. Leichtmaterialien im Inneren sorgen auch dafür, dass die Objekte nicht zu schwer werden. Hierfür Recyclingmaterial zu verwenden macht mehr Sinn, als neue Ressourcen zu verwenden.

Schnüren der Grundform

Durch Upcycling von Plastikmüll wird der Grundkörper der späteren Mosaikskulpturen gestaltet. Zuerst wird der Beutel mit Schnur umwickelt und komprimiert, um einen festen Grundkörper zu erhalten.

Rohe Grundform

So sieht die Grundform aus, wenn sie fertig und möglichst fest geschnürt ist. Um Unebenheiten auszugleichen und die Form weiter zu gestalten, wird zuerst geknülltes Zeitungspapier hinzugefügt und alles mit Klebeband befestigt.

Korrigierte Grundform

Schritt für Schritt wird die Ausarbeitung der Form mit weiteren Lagen aus Zeitungspapier und Klebeband vorangetrieben und in diesem Fall die Grundform um einen Außenring erweitert.

Ausarbeitung der Form

Das Bild zeigt den Körper nun in seiner angestrebten Form. Mit Papier-Klebeband wird die unregelmäßige Oberfläche weiter ausgegelichen und eine Haut bildet, auf die man mit Zement aufbauen kann.

Modellieren mit Beton

Mehrere Schichten mit Zeit zur Zwischentrocknung sind nötig, bis die Oberfläche fertig für das Mosaik ist. (Bitte nicht mit bloßen Händen modellieren – ich musste erfahren, dass dies zu Entzündungen führt!)

Polyversum

Objekte mit polymerer Oberfläche

Für die Objekte „aus dem Polyversum“ wird der Grundkörper, wie bei meinen Mosaik-Objekten mit Zement/Beton in Form modelliert. Anschließend bekommt die Skulptur eine hautartige, farbige Oberfläche aus polymeren Werkstoff. Das flexible Modelliermaterial erlaubt eine sehr filigrane Gestaltung der Oberfläche und eine sehr viel detailreichere Vorgehensweise als das Arbeiten mit Mosaik. Der aus pflanzlichen Ölen und Farbpigmenten bestehende Werkstoff wird abschließend durch Hitzeeinwirkung gehärtet.

Zuletzt wird das Objekt zum Schutz vor Verschmutzungen mit einem hochwertigen Rennaissance-Wachs seidenmatt versiegelt. Dadurch darf es auch bei Objekten aus dem Polyversum heißen: Berühren erlaubt.

Anders als Mosaikobjekte sind Objekte mit polymerer Oberfläche nicht dauerhaft wetterfest, weshalb sie als Indoorobjekte konzipiert sind. Als solche sind sie jedoch relativ robust und pflegeleicht, so vertragen sie selbst eine reinigende Dusche, wenn man Staub schnell und unkompliziert los werden möchte. Hierin sind sie klassischen Keramikobjekten ähnlich, aber deutlich weniger zerbrechlich, da der Beton-Grundkörper eine wesentlich höhere materialbedingte Festigkeit aufweist.

Oft stecken tiefere Gedankengänge hinter den entstehenden Objekten, die ich mit dem Kunstwerk verbinde. Unter der Rubrik „Blog“ kann man genaueres über den Hintergrund einiger der Objekte erfahren.

Was ich mir erhoffe:

durch künstlerische Objekte einen Augenblick bewusster Aufmerksamkeit / bewussten Hinschauens anzuregen. Einen Moment das subtile Wahrnehmungsfeld erfahrbar zu machen, das sich im Raum zwischen Subjekt und Objekt und im Spiel der Illusion von Innen- und Außenwelten entfalten kann. Erfahrbar zu machen, was Wirklichkeit eigentlich ausmacht: das Erhaschen des winzigen Augenblicks Magie.